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Harry BOLUS
Botaniker, botanischer Zeichner, Geschäftsmann, Philantrop
Offizielles Kürzel: Bolus
* 28 April 1834 –  in Nottingham, England
† 25 May 1911 in Oxted, Surrey, England

Links:

 

Harry BOLUS wurde nach erfolgreicher Schulausbildung in Castle Gate School, Nottingham, England auf Veranlassung des Schuldirektors nach Südafrika geschickt. Dort benötigte William Kensit, Grahamstown, Süd Afrika, einen Assistenten, für seine Aufzeichnungen und Sammlungen der heimischen Flora.

Nach 2 Jahren ging BOLUS nach Port Elizabeth, und ließ sich dann in Graaff-Reinet nieder. 1857 heiratate er Sophia Kensit, die Schwester von William Kensit. Mit ihr bekam er 4 Kinder. Nach dem Tod seines Ältesten im Alter von 6 Jahren riet ihm Francis Guthrie, ein guter Freund, sich mehr mit Botanik zu beschäftigen, um sich abzulenken. So fing er 1865 an, seine botanische Sammlung aufzubauen.

1875 trat er in die Firma seines Bruders Walter ein, und sie gründeten Bolus Bros. Das Geschäft lief so gut, dass er sich eine ausgezeichnete Bibliothek leisten konnten. Er führte eifrig Korrespondenz mit Joseph HOOKER, Kew, und William Henry HARVEY in Dublin, und besuchte beide botanischen Gärten so oft er konnte. So stehen insgesamt 14 Reisen nach England zu Buche.

Als nach dem Schiffbruch der HMS Windsor Castle im Oktober 1876 viele seiner Unterlagen verloren gingen, zögerte er nicht lange, und baute sein Sammlung auf ein Neues auf. Er organisierte und leitete botanische Sammelreisen in alle Ecken Südafrikas. Trotz seines abenteurerlichen Lebens wurde er immer als ruhig und unauffällig beschrieben.

Er führte die Botanik in Südafrika ein, war Mitglied in der Linnean Society, Mitglied und Präsident der South African Philosophical Socitey, und vieles mehr. Seine Bibliothek ist heute noch erhalten.

Er starb auf während seiner letzten Englandreise in Oxted, Surrey, unerwartet an Herzversagen.

Ihm zu Ehren wurden 5 Gattungen benannt: Bolusia BENTHAM; Bolusafra KUNTZE, Neobolusia SCHLECHTER, Bolusanthus HARMS und Bolusiella SCHLECHTER, so wie zahlreiche Artnamen.

       
 Harry Bolus (1834-1911)
     
Bolus Herbarium und Bücherei in Kapstadt, Südafrika
       
Bolusiella maudiae
       
   Beispiele aus dem Herbarium von Harry BOLUS

 

 
Antonio Musa BRASSAVOLA
italienischer Arzt und Botaniker
(16. Januar 1500 - 6. Juli 1555)
Wikipedia
 
Antonia Musa BRASSAVOLA wurde in Ferrara geboren. Er studierte in Ferrara, Padua und Bologna. Mit 25 Jahren wurde er zum Leibarzt von Ercole II. d’Este ernannt, dem späteren Herzog von Ferrara. Durch besondere Leistungen wurde er von König Franz I. und Henry VIII. den Päpsten Paul III., Leo X., Clemens VIII. und Julius III. konsultiert.
Als Professor an der Universität von Ferrara lehrte er Naturphilosophie und absolvierte gleichzeitig ein Studium der Botanik. Zu Studienzwecken trug er eine für die Zeit ungewöhnlich umfangreiche Sammlung getrockneter Pflanzen zusammen und kultivierte in seinem Garten eine große Zahl seltener Kräuter. Unklar ist, ob er 1554 oder 1555 starb.
Höchstwahrscheinlich benannte Robert BROWN ihm zu Ehren die Gattung Brassavola.     
       
Brassavola amazonica Brassavola cordata Brassavola cucullata Brassavola flagellaris
Brassavola fragrans Brassavola gardneri

Brassavola (Rhyncholaelia)
digbyana

Brassavola (Rhyncholaelia)
glauca

 


Robert BROWN
britischer Botaniker
offizielles Kürzel: R.Br.

* 21. Dezember 1773 in Montrose, Schottland
† 10. Juni 1858 in London, England
Wikipedia
Wikisource

 

Robert Brown studierte an der University of Edinburgh Medizin und Botanik. 1795 wurde er als Militärarzt in Irland stationiert. Dort sammelte er zahlreiche Pflanzen und traf den Londoner Botaniker Sir Joseph BANKS. BANKS vermittelte ihm die Möglichkeit, mit einem Vermessungsschiff nach Australien zu Reisen. Von 1801 bis 1805 sammelte BROWN in Australien fast 4000 bis dahin unbekannte Pflanzenarten. Die Auswertung dauerte fast 5 Jahre, 1810 veröffentlichte er endlich seine Ergebnisse.

Er erhielt einen Job als Bibliothekar bei Linnean Society, und verwaltete dort auch Sir Joseph BANKS umfangreiche Sammlungen an Büchern und Pflanzen. Da diese Sammlung nach BANKS Tod an das British Museum ging, folgte BROWN und wurde dort Kurator der Botanischen Sammlung.

Die ersten botanischen Untersuchungen nahm BROWN an Moosen vor. Bei seinen Studien mit Hilfe von z.T. selbstgebauten Mikroskopen erkannte er die grundsätzlichen Unterschiede im Bau der Samenanlagen. Beim Studium des Befruchtungsprozesse von Orchideen fiel ihm in den untersuchten Zellen immer wieder ein kleiner Körper auf, dem BROWN eine wichtige Rolle bei der Befruchtung bzw. Keimung zumaß. Diesen Kern nannte er Nucleus. Durch diese Entdeckung des Zellkerns nahm er so entscheidend Einfluss auf die Entstehung der Zelltheorie.

BROWN verstarb am 10. Juni 1858 in London.

       
Robert Brown 1773 - 1858
   
  R. Brown's Mikroskop

Zellkern