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  • Von den Rüsselkäfern sind bis heute ca. 62.000 Arten bekannt. Ein gelegentlich vorkommender Vertreter bei hiesigen Orchideenkulturen ist der Dickmaulrüssler. Der Name kommt von dem rüsselförmig verlängertem Kopf.
    Die Tiere sind bis 1,5cm lang, haben eine gräuliche, dunkelbraune oder fast schwarze Farbe. Der Rucken ist auffallend gefurcht. Der Käfer ist nicht flugfähig, und hält sich meist im Substrat versteckt. Dort findet auch die Eiablage statt, meist nur einmal jährlich.
    Insbesondere in der Landwirtschaft kann der Rüsselkäfer große Schäden verursachen, in Orchideenkulturen kommt er nur sehr selten vor, meist durch Importe oder Substrate eingeschleppt.
    In Südamerika wir er als Nützling gegen eingeschleppte, wild wuchernede und Landschaften zerstörende Wasserfarne eingesetzt. Durch sein pflanzenspezifisches Fraßverhalten hat er den großen Algenfarn (Azolla fulicoloides) erstmalig unter Kontrolle bringen können.
  • Typische Fraßschäden durch den ausgewachsenen Dickmaulrüssler sind buchtenförmige Fraßspuren an Blättern oder Blüten, mehrere Knospen können so in einer Nacht verschwinden. Die Larven fressen die Wurzeln ab, und können so größere Bestände in kurzer Zeit schädigen. Allerdings kommt der Dickmaulrüssler in Orchideensubstrat nur sehr selten vor.
  • Die chemische Bekämpfung des ausgewachsenen Tieres ist mit heute zugelassenen Mitteln sehr schwierig. Einige Kontaktinsektizide können Wirkung zeigen. Spezielle chemische Präparate gegen den Dickmaulrüssler gibt es zur Zeit nicht. (Stand Dez. 2015).
    Die biologische Bekämpfung von Dickmaulrüsslern ist wesentlich sinnvoller und effektiver. Es gibt bestimmte Bacillus Präparate und insektenpathogene Nematoden (kleinste Würmer, die nur den Dickmaulrüssler befallen), die im Gießverfahren ausgebracht werden. Sie dringen in den Schädling ein und können von dort aus über freigesetzte Bakterien die Larven zerstören. Da dieses Verfahren nur bis zum 3. Larvenstadium des Dickmaulrüsslers von guter Wirkung ist, muß es wiederholt eingesetzt werden.
  • Bild 1: Dickmaulrüssler

    Bild 2: Dickmaulrüssler Larve

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