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  • Aufbinden auf Tonröhren

Tonröhren oder Gießtöpfe wurden zur Langzeitbewässerung von aufgebundenen Orchideen entwickelt. Sie werden aus einem bestimmten Ton handgefertigt, und müssen bei einer ganz bestimmten Temperatur gebrannt werden. Zu heißer Brand führt zu einem sehr spröden Material, dass auch kein Wasser mehr durchlässt, zu niedrige Brenntemperatur führt zu Tonröhren, die nicht genügend ausgehärtet sind, und zuviel Feuchtigkeit durchlassen.


Tonröhre ohne Wasser      -     Tonröhre mit Wasser

Die Gießtöpfe geben das Wasser langsam gleichmäßig ab, und versorgen so die aufgebundenen Pflanzen für eine längere Zeit mit Wasser. Zu Anfang kann es gelegentlich zu Tropfenfall kommen, das gibt sich aber im Laufe der Zeit.


In der Vergrößerung läßt sich das austretende Wasser gut erkennen.

Lässt man die Gießtöpfe längere Zeit (4-6 Wochen) nass stehen, bildet sich von selbst ein Moosbewuchs, auf dem die Pflanzen aufgebunden werden können. Dies kann durch Bestreuen mit Moossporen beschleunigt werden. Da bei der Verdunstung über die Tonwandungen Verdunstungskälte entsteht, die allermeisten Orchideen aber gerne "warme Füsse" haben, sollte nicht direkt auf die Tonröhre aufgebunden werden.

Da meistens nicht die Zeit oder Geduld vorhanden ist, auf eine natürliche Bemoosung zu warten, kann man verschiedene Unterlagen auf die Tonröhren aufbinden.


Lappenmoos                                                                      Chilenisches Sphagnum                                                                    Hygrolon

Die Unterlagen können nun mit Orchi-Flexx auf die Tonröhren aufgebunden werden. Alternativ kann man auch Nylonfaden nehmen. Gummibänder werden mit der Zeit spröde und reissen, Draht rostet nach kurzer Zeit weg. Diese Materialien sind daher nicht so gut geeignet.

Wenn die Unterlagen vorbereitet sind, können die Pflanzen aufgebunden werden. Je nach Art werden die Wurzeln eingepackt oder direkt aufgebunden. Hierfür gibt es keine Regel, man muß seine Erfahrungen sammeln.

Auf die Tonröhre mit dem Moos haben wir als Beispiel eine Dracula mopsus gebunden. Die Wurzeln der ausgetopften Pflanzen werden grob gereinigt. Die Pflanze wird auf das Moos gelegt. Auf die Wurzeln kommt nun ein weiteres Stück Plattenmoos. Das ganze wird mit Orchi-Flexx mit leichtem Zug umwickelt.

Auf die Unterlagen mit dem Chilenischen Sphagnum wird eine Restrepia aufgebunden. Die Wurzeln werden vor dem Aufbinden dünn mit Sphagnum umwickelt. Es ist aber ohne weiteres möglich, die Restrepia mit den Wurzeln auf die Unterlage zu legen, die Wurzeln dünn mit Sphagnum zu umwickeln, und dann das Ganze mit Orchi-Flexx zu fixieren.

Die Nanodes porpax binden wir auf den mit Hygrolon vorbereiteten Gießtopf auf. Die Orchidee wird auf die Unterlage gelegt, und dann mit leichtem Zug mit Orchi-Flexx fixiert. Auf das Hygrolon können Moossporen ausgestreut werden, so dass schnell ein natürliches Aussehen erreicht wird.